3. Bericht

3. Bericht

Heute ist schon der vierte Mai, es ist unglaublich wie schnell die Zeit hier vergangen ist. Ich werde schon bald wieder zurück nach Deutschland fliegen, um genau zu sein in 58 Tagen- ein seltsames Gefühl. Ich habe in diesem Land so viel Neues kennengelernt, aber natürlich habe ich auch vieles aus Deutschland vermisst. Aber nun fühle ich mich innerlich gespalten meine neue Heimat so bald verlassen zu müssen. Ich werde Mexiko bestimmt mit einem lachenden Auge, voller Vorfreude auf Deutschland, aber vor allem auch mit einem weinenden Auge verlassen. Dennoch sollte ich nun über meine letzten Erlebnisse berichten:

Im März haben wir erneut die Gastfamilien gewechselt, so ich bin zu meiner ersten Gastfamilie zurückgekehrt. Hier fühle ich mich sehr wohl.

Meine Familie aus Deutschland kam in den Osterferien zu Besuch. Ich habe mich sehr gefreut, dass sie die Möglichkeit hatten Tehuacán, die mexikanische Kultur und meine Gastfamilien und Freunde kennenzulernen. Ich denke, dass es ihnen auch gefallen hat.

Im April bin ich mit meinen Eltern nach Acapulco gefahren, wo wir drei Tage am Strand verbracht haben und uns natürlich auch die Klippenspringer angeschaut haben.

Danach ging es los auf meine zweite große Reise die „Ruta Maya“. An dieser Tour haben 55 Austauschschüler, sechs Rotarier und vier Rotexer teilgenommen. Wir sind 15 Tage gereist von Puebla bis nach Playa del Carmen:

Unser erstes Reiseziel war Tuxtla, von dort ging es weiter zum „ Cañon del Sumidero“. Das ist ein sehr großes Tal mit hochen, steilen Seitenwänden, durch welches ein Fluss fließt. Wir sind es mit einem kleinen Boot entlanggefahren und haben dort unter anderem Krokodile beobachtet.

Unser nächster Halt fand in „ San Cristobal de las Casas“ statt. In dieser kleinen Stadt mit vielen bunten Häusern sind vor allem die weiße Kirche und der Markt sehenswert, auf dem man viele typische und künstlerisch gefertigte Waren kaufen kann.

Weiter führte uns die Reise dann zu verschiedenen Wasserfällen: die Wasserfälle von „ Agua Azul“ und „ Misol-Ha“. In den erst genannten konnten wir auch schwimmen,  der zweite ist mehr als 30 Meter hoch.

Am Abend kamen wir dann in Palenque an. Dort haben wir uns am nächsten Tag die Pyramiden, die im Dschungel versteckt zu sein scheinen angeschaut. Sie sind sehr beindruckensvoll und scheinen etwas Endloses zu haben, genauso wie die drückende Hitze, die dort herrscht.

Der nächste Punkt unserer Reise war Campeche, eine Stadt mit angenehmer Atmosphäre und schon in der Nähe des Meeres.

Danach besuchten wir die nächsten Pyramiden in Uxmal. Diese wurden, wie auch die Gebäude von Palenque, von den Maya erbaut und haben eine eindrucksvolle Höhe.

Am Meer haben wir einen kleinen Zwischenhalt gemacht, um Flamingos zu beobachten.

Und dann ging es weiter nach Mérida, auch die weiße Stadt genannt. Dort besuchten wir den Zócalo ( Marktpaltz), das Rathaus, die doppeltürmige Katedrale und die breite Prachtstraße „Paseo Montejo“.

Nach einem zweitägigem Aufenthalt führte uns die „Ruta“ nun weiter nach Chichen-Itza. Einer weiteren Ruinenstätte der Maya. Dort findet man neben Pyramiden auch einen Ballspielplatz, für das typische Ballspiel der Maya ( juego de pelota). Bei diesem Spiel müssen die Spieler den Ball durch einen Steinring bringen, jedoch darf dieser nur durch Hüfte und Schultern berührt werden.

Und dann waren wir plötzlich schon in Cancun. Der Strand dort ist atemberaubend, kristallklares Wasser und feiner, weißer Sand. Perfekt um dort zwei Tage in der Sonne zu verbringen und abends das Nachtleben der Stadt zu erkunden. Aber so schön dieser Ort ist, so wenig habe ich mich in Mexiko gefühlt. Überall wurde man auf Englisch angesprochen und die Hauptwährung ist dort der Dollar.

Ähnlich ist es in Playa del Carmen, wo wir auch zwei Tage am Meer verbracht haben.

Zwischen den beiden Touristenpolen findet man den Park Xcaret. Dort konnten wir in einer mit Wasser gefüllten Höhle schnorcheln, Flamingos, Schildkröten, Krokodile und Jaguare beobachten. Außerdem besichtigen wir eine kleine Mayasiedlung und sahen in einer Show eine Nachbildung des Ballspieles.

Nach unserem Aufenthalt in Playa del Carmen begann leider schon der Rückweg:

Wir haben noch einen Halt in Tulum gemacht. Diese Mayafundstätte liegt im Gegensatz zu allen anderen direkt am Meer. Dies war bestimmt auch mit ein Grund, warum mir die Pyramiden von Tulum mit am Besten gefallen. Sie sind zwar nicht so riesig aber sie wirken, als würden sie auf etwas warten, mit dem starren Blick auf das offene Meer. Leider gibt es in Tulum auch sehr viele Turisten und es ist unglaublich heiß.

Danach haben wir nur noch eine Nacht in Escarcega verbracht und sind dann zurück nach Puebla gefahren.

Die Ruta Maya war ein tolles Erlebnis. Auf dieser Reise hatten wir Austauschschüler unglaublich viel Spaß, haben unsere Zeit am Strand genossen und dennoch die Möglichkeit viel über die mexikanische Geschichte und Kultur zu lernen.

Insgesamt bin ich hier in Mexiko sehr glücklich und ich werde jeden Moment des Austauschjahres, der mir noch bleibt, genießen und ausnutzen, um noch mehr über dieses wundervolle Land zu lernen.

Mai 5, 2010 at 3:55 am Hinterlasse einen Kommentar

Ciudad de Mexico

Heute ist schon der 21. März. In 7 Tagen wird schon meine Familie zu besuch kommen. Ich freue mich wirklich, aber ich habe einfach das Gefühl, dass die Zeit rennt.

Am Samstag habe ich einen Ausflug mit meiner Gastfamilie nach Mexico City gemacht. Bald ist der Geburtstag meines kleinen Gastbruders, deswegen haben er, seine Freunde und mein Gastvater Six Flags besucht. Und meine Gastmama hat mir etwas von der Stadt gezeigt.

Wir sind hier schon um 6 uhr morgens losgefahren und waren dann um zehn in Mexico.

Zunächst haben wir alle gefrühstückt, die Jungs sind zu Six Flags und wir ins Stadtzentrum gefahren.

Dort sind wir auf den Torre Latinoamericano gestiegen und haben die Aussicht auf die enorme Stadt genossen. Danach sind wir durchs Zentrum gelaufen, habe uns die Katedrale angeschaut und den Palast der schönen Künste ( palacio de las bellas artes).  Wir haben ein altes, schönes Haus besucht, das ein Restaurant ist.

Dann haben wir die Metro genommen und sind zur Avenida Reforma gefahren. Dort haben die wichtigsten Pressegebäude und die Statue des Pferdchens ( caballito) gesehen. Wir sind der Straße weiter gefolgt, bis wir zum Engel der Unabhängikeit ( angel de la independencia) gekommen sind. Dies ist eine Engelsstatue, die der Siegessäule in Berlin sehr ähnlich sieht. Man kann aber leider nicht auf sie hochsteigen. Aber wir haben den unteren Teil besucht, in dem die Überreste der Revolutionisten aufbewahrt werden.

Dann haben wir den Metrobus genommen und sind zum Chopo gefahren. “ El Chopo“ ist Mexikos Gothic, Punk, Emo und Metallfanmarkt. Wir haben uns den Markt angeschaut, wo man wirklich alles mehr oder weniger Abnormale und auch sehr viele Kopien von Marken und Filmen kaufen kann. Dort wurden dabei die ganze Zeit seltsam von angemalten, gepiercten Personen mit schwarzer oder sehr bunter Kleidung und Irokesenfrisur angeschaut. Das war wirklich ein komisches Gefühl, da wir auf diesem Markt die Leute waren die seltsam angestarrt wurden und wir normalerweise sonst die Personen sind, die Punks etc. seltsam anstarren.

Meine Mamá hat sich dort ein St. Pauli T-shirt gekauft: mit dem Totenkopf, der St. Paulischrift und einem anderen Schriftzug ( “ you`ll never walk alone“) bedruckt. Das war wirklich lustig, da der Verkäufer einmal im Jahr nach Deutschland zu den Heavy Metall Festivals fährt und dort seine Waren an die Fans verkauft.

Nach diesem sehr interessantem und anderem Erlebnis sind wir zur UNAM, Mexikos bester Universität gefahren. Dort haben wir uns einen Teil des Campus angeschaut und eine  Kleinigkeit gegessen.

Etwas später sind wir dann noch in ein Einkaufzentrum gefahren.

Wir hatten einen wirklich schönen Tag nur leider war mein Handy am Ende des Tages verschwunden. Ich weiß nicht, ob ich es irgendwo verloren habe oder es mir geklaut wurde, aber im Metrobus hatte mich eine Frau darauf aufmerksam gemacht, dass meine Tasche offen war…

Ich mag Mexico DF, es ist eine wirklich schöne und sehr abwechlungsreiche Stadt. Aber ich glaube ich würde mich dort alleine hoffnungslos verlieren, die Stadt ist einfach riesig und überfüllt mit Personen.

März 22, 2010 at 12:47 am 1 Kommentar

Ixtapa

Das letzte Wochenende habe ich am Strand in Ixtapa verbracht. Ixtapa liegt an der Pazifikküste.

Dieses Rotexwochenende war eines der Besten,m obwohl ich todmüde und mit Sonnenbrand heimgekehrt bin.

Am Donnerstag um halb vier sind wir Austuauschschüler aus Tehuacán nach Puebla gefahren. Dort wurden wir von den Rotexern erwartet und sind noch kurz zu ihnen nach Hause gefahren. Um halb zwölf uhr nachts ging es dann los nach Ixtapa, wir haben auf dem Weg noch die Austauschschüler aus Cuernavaca und Acapulco aufgesammelt. Die Reise war ganz schön anstrengend, da wir 12 Stunden gebraucht haben.

In Ixtapa angekommen sind wir dann direkt zum Hotel gefahren- ein super tolles 5 Sterne Hotel- von einem Rotarier.

Wir wurden auf die Zimmer aufgeteilt, haben schnell alle Sachen verstaut und uns dann alle am Strand getroffen. Es war so schön den Sand zu spüren, im Meer zu schwimmen und in der Sonne zu liegen. Wir haben die meiste Zeit am Strand oder im Pool verbracht. Nur am Samstag durften wir nicht zum strand, da es eine Tsunamiwarnung gab. Aber nach 5 uhr nachmittags war die “ Gefahr“ vorrüber und wir hatten viel Spaß in den Wellen. Die Wellen vom Pazifik sind viel stärker als von den anderen Meeren, die ich kenne.

Im Hotel hatten wir All-Inclusive: 3 mal täglich Buffet und Poolbar- natürlich keine alkoholischen Getränke ;)

Freitagabend haben wir noch eine bekannte Touristenbar besucht und Samstag waren wir in einer Disko.

Sonntagmittag haben wir das Hotel verlassen und sind alle zum Haus eines Rotariers gefahren- dort wohnt Thibault ein Austauschschüler aus Frankreich. Das Haus ist eigentlich mehr eine Villa mit einem tollen Garten. Es liegt neben einem Golfplatz, zu dem man natürlich auch Zugang hat. Wir haben alle dort gegessen, noch etwas faul auf dem Rasen gelegen und uns den Golfplatz mit seinem See, mit Krokodilen!, angeschaut. Ich glaube wir sind alle etwas neidisch auf Thibault geworden……….

Und keiner von uns wollte schon wieder zurückfahren.

Danach um sieben uhr abends sind wir dann zurück nach Puebla gefahren, dort sind wir um 6 uhr morgens angekommen und wir haben den Bus um sieben zurück nach Tehuacan genommen, hier sind wir um neun angekommen und ich habe erstmal geschlafen.

Die reise war wirklich toll und ich freue mich jetzt schon sehr auf die nächste- die RUTA MAYA :)

März 2, 2010 at 3:32 am 1 Kommentar

Veracruz und Tlaxcala- Kurzbericht

Ich habe mit meiner Gastfamilie 2 Tagesausflüge gemacht: einen nach Veracruz und einen nach Tlaxcala.

Zur Zeit sind meine „Tanten“ da, die Schwestern meiner Mutter, sie leben in Frankreich und Spanien.

In Veracruz haben wir uns kurz den Hafen angeschaut, etwas gegessen und lustige Fotos am Strand gemacht.

In Tlaxcala, sind wir die vieeeeeeeeeeelen Stufen zur Katedrale hochgestiegen, haben etwas gegessen und uns den Markt angeschaut.

Februar 25, 2010 at 8:10 pm 1 Kommentar

Taxco

Das vergangene Wochenende habe ich zusammen mit einigen Austauschschülern und Rotexern in Taxco verbracht. Taxco ist eine kleine, hübsche Stadt, die bekannt für ihr günstiges Silber ist.

Wir „Tehuacaner“ sind, wie immer, am Freitag zunächst nach Puebla gefahren. Dort haben wir dann abends ein Rotarymeeting, bei dem manche von den Austauschschülern und Rebounds ihre Präsentationen gehalten haben, besucht.

Am nächsten Morgen fuhren wir dann los nach Taxco. Nach einem kurzen Halt in Cuernavaca, wo wir weitere Austauschschüler aufgesammelt haben, kamen wir dann nach 2 weiteren stunden Busfahrt in Taxco an.

Dort hatten wir dann Zeit uns den Silbermarkt anzuschauen. Man kann eigentlich in Taxco immer Silber kaufen, aber nur samstags gibt es einen besonderen Markt.

Dort gibt es viel schönen Schmuck,  ich habe mir auch einige Ohrringe gekauft.

Danach sind wir dann in einem Cafe eine Kleinigkeit essen gegangen. In Taxco sind die Straßen sehr schmal, steil und mit Kopfsteinpflaster ausgelegt.

Später sind wir dann mit allen zu einem Haus von einem Rotarier gefahren, mit dem Taxi. In der Stadt sind fast alle Taxis kleine, weiße Käfer. Dort bin ich auch zum ersten Mal mit einem Käfer gefahren J.

In dem Rotarierhaus haben wir eine Kleinigkeit gegessen, Tennis gespielt und im Pool geschwommen. Danach sind wir dann endlich im Hotel angekommen und die Zimmer wurden verteilt. Dann hatten wir noch etwas Freizeit, um uns die Dtadt anzuschauen und etwas zu essen, wir haben uns auch die wirklich schöne Kirche angeschaut. Und später sind wir dann alle in die Disko gegangen.

Am Sonntag hatten wir auch wieder zunächst Freizeit in der Stadt und dann sind wir zu einem 30 Minuten entferntem Ort gefahren und haben uns dort eine riesige Tropfsteinhöhle angeschaut. Die Tropfsteine dort sahen zum Teil aus wie Skulpturen, z.B. wie Hunde, Hexen, alte Menschen, Löwen…

Dann sind wir nach Puebla zurückgekehrt und wir sind weiter nach Tehuacan gefahren. Wir sind hier dann um elf ihr abends angekommen, kaputt aber wir hatten ein super Wochenende!

Januar 29, 2010 at 6:28 pm Hinterlasse einen Kommentar

Mazateco y hongos magicos- Silvester in Huautla

Dieses Silvester war ein seltsames Silvester. Ich habe es mit meiner Familie, einigen Tanten und Onkeln und einigen Cousins im Haus meiner Großmutter in Huautla verbracht. Huautla ist ein kleines Bergdorf und ungefähr 3 Stunden Autofahrt von Tehuacán entfernt. Das Klima dort ist sehr anders, als hier in Tehuacán, es ist kalt ( 4-5 Grad) und es regnet sehr viel. Das Schlimme ist nur, dass es in den Häusern keine Heizungen gibt und die Fenster und Wände sehr dünn sind. In Mexiko wird Neujahr sehr familiar gefeiert. So wurde ich zunächst, als wir dort angekommen sind allen Familienmitgliedern vorgestellt: Mein Vater hat acht Brüder, es waren aber nur fünf von ihnen da.

Wir sind am Silvesternachmittag gegen 17 Uhr in Huautla angekommen. Um den Abend zu erwarten, haben wir Fernsehen geschaut, die Frauen noch das Essen fertiggekocht, ich habe noch etwas geschlafen ( ich hatte eine Tablette eingenommen damit mir auf der Autofahrt nicht schlecht wird, der Weg besteht nämlich aus schrecklichen Kurven, die Tablette erzeugt aber als Nebenwirkung Schläfrigkeit :D ) und meine Tante ist noch schnell zum Markt gegangen um Weintrauben zu kaufen, die sind in Mexiko nämlich ein sehr wichtiger Brauch am Silvesterabend.

Später haben wir dann noch zwei Piñatas zerschlagen, was wirklich lustig war, da sie oftmals verfehlt wurden.

Danach haben wir dann gegessen ( um halb 12). Es gab einen riesigen Truthahn und auch Mengen von barbacoa ( gegrilltem Fleisch).

Um 12 Uhr haben wir dann jeder unsere 12 Weintrauben gegessen, jede Traube steht für einen Neujahrswunsch….mal sehen ob sie sich erfüllen.

Vorher hat meine Cousine noch Samen verteilt, die wir in unsere Hosen- oder Jackentaschen gesteckt haben, sie sollen uns dabei helfen im nächsten Jahr keinen Hunger leiden zu müssen.

Danach sind wir alle mit gepackten Koffern auf die Straße gelaufen, bis zur nächsten Straßenecke. Dieser Brauch soll Reiseglück bescheren und einen an viele Orte der Welt bringen.

Dann bin ich mit meinem Papá und meinem Bruder aufs Dach gegangen und wir haben Silvesterkanaller gezündet. Die Knaller sind hier aber sehr langweilig, es sind nur Böller: so wie Knallerbsen und Böller die fliegen können, aber alle ohne Licht. In Mexiko darf man nämlich an Silvester nur solche Knaller zünden, da von den anderen oftmals das Pulver missbraucht wurde und sie nun nur noch bei öffentlichen Festen verwendet werden.

Später sind wir dann wieder alle in das Haus gegangen und haben Kuchen gegessen, weil der erste Januar nämlich auch der Geburtstag von einer meiner Tanten ist.

In Huautla spricht die Mehrheit der Einwohner kein Spanisch, oder nicht nur, sondern Mazateco. Das ist eine Indianersprache. Mein Vater und seine Geschwister können sie auch sprechen und haben mir einige Worte beigebracht, es ist aber eine schwere Sprache….und der Klang erinnert an das Chinesische. Hier einige Wörter ( die Rechtschreibung ist aber wie man es ausspricht):

Hallo- Dalí

Wie heißt du?- Hoómile?

1-go  2- hau  3- ha  4- nio  5- aun

Wie geht es dir?- Atoguandalí

danke- miinákatabeschili

ich liebe dich- suakelée

Am zweiten Januar bin ich mit meiner Mamá den Cerro ( einen Berg) hochgestiegen. Wir wollten das Haus von Maria Sabina, der Schamanin aufsuchen. Wir haben es dann nach einigen Versuchen auf gefunden…es war etwas schwierig da ich ungefähr fünf Worte und meine Mamá 15 in Mazateco spricht. Wir wurden auch von einer Frau die kein Spanisch spricht zum Kaffee eingeladen, sie hat auf ihr Haus gedeutet und meinte immer wieder Café, Café. Aber wir sind nicht geblieben. Uns wurde dann nämlich auch noch von Spanisch sprechenden Leuten der falsche Weg erklärt, die Leute in den Bergdörfern sind sehr misstrauisch und scheu Fremden gegenüber. Schließlich haben wir das Haus auch noch gefunden, aber die Familie Maria Sabinas war leider nicht da. Meine Mamá wollte mir gerne ihr Haus und eine Pilzzeremonie zeigen. Maria Sabina war eine weltberühmte Schamanin, sie hat religiöse Zeremonien mit „magischen Pilzen“ abgehalten und so auch die Rolling Stones und Beatles auf eine „besondere Reise“ geführt. Meine Mamá wollte mir gern die Pilze zeigen, aber sie wachsen nur im Juni und Juli.

Wir sind dann aber noch auf den Berg gestiegen, wo auch besondere Zeremonien abgehalten werden.

Dort oben ist alles voller Nebel, da man sich in den Wolken befindet ( das ist wahr, es sieht so toll aus wenn man die Straßen entlang fährt und auf die Wolken herabblicken kann, wie aus einem Flugzeug). Die Bäume sehen aus wie in Gruselfilmen, da an ihnen seltsames Moos klebt.

Die Häuser der Menschen sind sehr einfach und sie auch sehr arm…

María Sabina: http://video.google.com/videoplay?docid=6941643193647552354#

Januar 4, 2010 at 2:30 pm Hinterlasse einen Kommentar

Feliz Año Nuevo!!!

Ich wollten nur allen schnell einen guten Rutsch wünschen :)

Dezember 31, 2009 at 7:32 pm Hinterlasse einen Kommentar

Weihnachten in Huatulco

Ich habe die Weihnachtstage zusammen mit meiner Gastfamilie in Huatulco, Oaxaca am Pazifikstrand verbracht.

21.12.09

Heute morgen war ich mit meinen Eltern eine kleine Runde laufen, danach haben wir ganz lecker gefrühstückt….ich liebe All-Inclusive-Hotels. Danach sind wir Kajak gefahren und ins Stadtzentrum gegangen. Huatulco ist eher klein und auch nicht weiter besonders, aber die Strände sind super. Das Hotel ist wirklich schön und nachts im Bett kann ich das Meer rauschen hören.

23.12.09

Ich sitze gerade am Strand es ist schön den Sand an den Füßen zu spüren und von den ganz kleinen Steinchen massiert zu werden. Vor mir das blaue Meer, aus dem die Wellen zunächst vorsichtig und neugierig voranrollen, um dann später am Strand in schäumende Gischt zu zerfallen. Sie haben ein angenehmes Rauschen. Der Himmel ist voll von Pelikanen. Sie gleiten, kreisen und dann stürzen sie sich kerzengerade, mit dem Schnabel voran, ins Wasser, auf der Suche nach einem Fisch. Eben waren wir an einem anderen Strand, eine viertelstunde von hier, schnorcheln. Das war wirklich toll, ich habe ganz viele bunte Fische gesehen. Unter anderem auch Dori von findet Nemo :D

Es gab viele grausilberne, aber auch gelbe, rote und blaue Glitzerfische.

24.12.09

Heute morgen sind wir zu einer Krokodil- Lagune gefahren. Aber zunächst haben wir uns das Zentrum der Schildkröten angeschaut, dort werden kleine Schildkröten, die einsam am Strand gefunden wurden, aufegzüchtet und dann später ins Meer freigelassen.

Später sind wir dann zur Lagune gefahren, dort sind wir erst an einem verlassen Strand entlangspaziert und in den Wald zur Lagune eingebogen. Wir sind dann mit einem kleinen Boot auf dem Wasser entlanggeglitten. Leider habe ich nicht wirklich viele Krokodile gesehen und sie waren sehr weit entfernt. In der Lagune zwitscherten aber auch einige schöne Vögel und man konnte viele bunte Blumen sehen. Schließlich haben wir dann Halt auf einer kleinen Insel mitten in der Lagune gemacht. Dort haben wir uns dann Babykrokodile, mexikanische Rehe und einen Affen angeschaut.  Die Leute. die dort leben, wohnen in Hütten mit Palmendächern, die aber keine Wände bestizen, sie verkaufen Quesadillas, Kokosnüsse… aber wenn ihre Kinder zur Schule gehen, müssen sie zunächst mit einem Boot die Lagune verlassen und dann eine Stunde zu Fuß die Straße entlanglaufen, barfuß. Hier in Mexiko gibt es viele kleine Bauernschaften, vor allem in den Bergen, wo die Menschen so leben und die Kinder mehrere Stunden zu Fuß zur Schule laufen müssen.

Als wir von unserem Ausflug zurück im Hotel waren, war es schon sechs uhr abends. Wir haben uns dann alle schnell geduscht und sind zum besonderen Weihnachtsessen gegangen. Es gab viele leckere Gerichte, vor allem Torten und Obst und Gemüse, aus dem Blumen und Vögel geschnitzt worden waren. Neben dem Buffet stand ein aus Eisblöcken geformter Rentierschlitten. Später haben wir uns dann die Weihnachtsshow des Hotels angeschaut, sie war aber nicht so gut und dann unsere Geschenke verteilt. Mir wurde eine Kokosnuss geschenkt, die aussieht wie ein Bär und die man mit einem Reißverschluss öffnen kann :D

25.12.09

Diesen Tag haben wir ganz im Hotel also am Meer und am Pool verbracht. Nachmittags kam dann noch Santa Claus mit Sonnenbrille und einem Motorboot angefahren und hat Geschenke verteilt. Mir hat er einen Volleyball geschenkt.

Und gestern am 26 sind wir dann leider schon zurück nach Tehuacán gefahren.

FOTOS: http://www.facebook.com/album.php?aid=13292&id=1799984502&l=45b0e543a8

Dezember 27, 2009 at 4:41 pm 1 Kommentar

FROHE WEIHNACHTEN

Ich wollte nur schnell allen Frohe Weihnachten wünschen, vielleicht klappt das ja dieses Jahr bei euch sogar mit Schnee :)

Ich werde am Strand in der Sonne liegen!

Dezember 20, 2009 at 8:49 pm Hinterlasse einen Kommentar

2. Bericht

Ich stelle hier auch einfach mal schnell meinen 2. Bericht hoch:

2. Bericht                                                                                                         Dezember, 2009

Es ist schon bald Weihnachten, es erstaunt mich immer wieder wie schnell die Zeit hier zu vergehen scheint. Ich bin jetzt schon länger als vier Monate in Mexiko und seit meinem letzten Bericht ist sehr viel passiert. So habe ich jetzt schon meine erste Reise und den ersten Familienwechsel hinter mir:

Im November haben wir eben diese Reise, die „Ruta de Independencia“, gemacht. Sie dauerte zehn Tage und es war wirklich eine sehr schöne Zeit.

Auf der Ruta haben wir zehn Städte besucht.

Unsere erste Station war Michoacán, der Ort der Schmetterlinge. Im Dezember, wenn es in Kanada sehr kalt wird, kommen alle Schmetterlinge nach Mexiko, in das kleine Dorf Michoacán. Es sind tausende und ihr Anblick war einfach überwältigend: ein Meer aus Schmetterlingen.

Danach sind wir nach Morelia und Guadalajara gefahren. Diese beiden Orte haben sehr schöne Altstädte. Und in Guadalajara hatten wir ein kleines „Mariachi“-Konzert.

Die „ Mariachi“ sind die typischen, mexikanischen Sänger mit Trachten und Sombrero.

Am nächsten Tag haben wir eine Tequilafabrik besucht, natürlich in Tequila.

Die Stadt, die mir am Besten gefallen hat, heißt Guanajuato. Es ist eine kleine Stadt die am Fuße von Hügeln liegt und aus vielen kleinen Gassen besteht. Dort haben wir uns „ Los Momias de Guanajuato“ angeschaut. Diese sind mumifizierte Leichname aus dem Jahre 1833. Sie wurden durch die besondere Erde in Guanajuato mumifiziert. Mit weit aufgerissen Mündern, einigen, wenigen Haaren und Kleidungsfetzen, ist ihr Anblick nicht sehr schön.

Weiter verlief unsere Tour dann über San Miguel de Allende nach Querétaro und schließlich nach Mexikostadt. Diese Stadt ist überwältigend, riesig, schön und schmutzig zugleich.

Dort schauten wir uns das „ Castillo de Chapultepec“ ist ein sehr schönes Schloss, das auf einem Hügel liegt, an. Von diesem Ort aus, kann man die Stadt und den Smog der zwischen den Gebäuden klebt, sehr gut überblicken, beides scheint kein Ende zu nehmen.

Wir haben dann am nächsten Tag die Pyramiden von Teotihuacán besucht. Diese Gebäude sind imposant und geben dem Betrachter die Frage auf, wie man es früher geschafft hat solche Bauwerke ohne jegliche maschinelle Hilfe zu errichten. Ich bin auch auf die höchste Pyramide der Anlage, die 63,5 Meter hoch ist, hinaufgeklettert. Der Aufstieg ist in der prallen Sonne anstrengend, der Ausblick lohnt sich aber und die Touristen, die sich die Pyramiden hoch schlängeln, sehen aus wie Ameisen.

Am nächsten Tag sind wir dann nach Puebla zurückgekehrt und am Montag haben sich die einzelnen Austauschschüler wieder auf ihre Heimatstädte verteilt.

Die Reise war ein sehr schönes Erlebnis und ich freue mich jetzt schon auf die „ Ruta Maya“.

Ich habe mich mittlerweile sehr gut hier in Tehuacán eingelebt. Mit dem Spanischen komme ich sehr gut zurecht, ich muss nur noch einige Vokabeln nachfragen, sonst verstehe ich eigentlich alles. Ich habe nur langsam das Gefühl mein Deutsch zu verlernen, oftmals bin ich mir bei der Rechtschreibung eines Wortes nicht mehr ganz sicher. In der Schule erledige ich die Aufgaben, die mir zugeteilt werden und in manchen Examen schneide ich sogar recht gut ab. Ich habe auch schon sehr gute Freunde hier gefunden.

Am fünften Dezember haben wir zum ersten Mal die Familien gewechselt. Ich hatte vor dem Wechsel ein wenig Angst und war auch traurig, da ich mich mit meiner ersten Gastfamilie sehr gut verstanden habe. Jetzt bin ich aber auch froh: Meine neue Familie ist sehr nett und auch sehr unternehmungslustig. Mit meiner Mamá mache ich morgens Sport und wir haben auch schon an einem 10 Kilometer Lauf teilgenommen, der zur Ehren der Jungfrau von Guadalupe, durchgeführt wurde.

Ich habe nun auch einen kleinen Gastbruder, er ist elf Jahre alt.

Und ich freue mich schon darauf den Weihnachtsurlaub mit meiner Familie am Meer in Huatulco zu verbringen. Obwohl ich leider keine Weihnachtsstimmung habe, dafür ist es einfach zu warm.

Wir haben unseren Weihanchtsbaum aber schon aufgestellt und fertig geschmückt. Um diesen Baum zu kaufen mussten wir jedoch in das zwei Stunden entfernte Mendoza fahren, da es hier in Tehuacán nur Plastikbäume zu kaufen gibt. Unser Weihnachtsbaum ist aber auch etwas Besonderes: Es ist nämlich keine Tanne, sondern ein Lebensbaum, die werden hier in Mexiko als Weihnachtsbäume verkauft. Und da die kanadischen Schmetterlinge zum Überwintern kommen, sind sie hier ein Zeichen für den Monat Dezember. Deshalb ist unser Baum auch mit Schmetterlingen und ganz viele anderen bunten Dingen geschmückt.Heute werden wir mit unserem Rotaryclub eine „ Posada“ ein für Mexiko typisches Weihnachtsfest feiern. Bei einer „ Posada“ wird einerseits Marias und Josefs Suche nach einer Herberge nachgestellt, dabei macht man eine Art Prozession mit Kerzen und es wird ein bestimmtes Lied gesungen. Andererseits wird „ Ponche“ ( Punsch), der aber ganz anders als in Deutschland schmeckt und alkoholfrei ist, getrunken und „Piñata“ zertrümmert.

„Piñata““sind aus Ton oder Pappmaschee gebastelte, bunt bemalte Figuren, die mit Süßigkeiten und Früchten gefüllt sind. Eine normale „Piñata“  hat sieben Spitzen, die für die sieben Todsünden stehen. Das „Piñata“- Zertrümmern ähnelt ein bisschen dem Kinderspiel „ Topfschlagen“: Einer Person werden die Augen verbunden und sie hält einen Stab in der Hand, mit dem sie auf die „Piñata“ einschlagen muss, bis die Süßigkeiten herausfallen. Währenddessen singen alle ein bestimmtes Lied und hört das Lied auf, ist der Nächste dran und darf schlagen. Wenn die Süßigkeiten herausfallen, rennen alle Kinder los und sammeln so viele, wie sie tragen können. Die Zeit der „ Posadas“ beginnt am 16. Dezember und dauert bis Weihnachten.

Dezember 17, 2009 at 10:57 pm 2 Kommentare

Ruta de Independencia

So erstmal möchte ich mich entschuldigen, dass ich solange nichts geschrieben habe. Was aber auch mit daran liegt, dass ich 12 Tage verreist war und es war einfach super!

Bei der Ruta sind wir mit unserem ganzen Distrikt d.h. so um die 55 Austauschschüler und 3 Rotariern und 3 Rotexern verreist.

Unsere Route umfasste folgende Orte: Angangueo Michoacán- Morelia- Guadalajara- Tequila-Guanajuato- San Miguel de Allende- Querétaro- Distrito Federal ( Mexiko-Stadt)-Teotihuacan und Puebla.

Wir Austauschschüler aus Tehuacán sind am Donnerstag, den 19 November zunächst nach Puebla gefahren, dort haben wir dann in Familien von Rotariern oder Rotexern übernachtet. Naja eigentlich haben wir eher weniger geschlafen, da wir noch alle in eine Disko gegangen sind und unsere Tour dann am nächsten Morgen um 5 uhr los ging.

Unserer erster Punkt war MICHOACÀN, bei dem wir dann endlich nach 8 Stunden Busfahrt angekommen waren…uns war erzählt wurden, dass die Fahrt 4 Stunden dauern würde…. Michoacán ist ein kleines Dorf und wirkt auf den ersten Blick alles andere als besonders, bis man auf einen kleinen Hügel in der Nähe klettert. Dort wird man nämlich von einem Meer aus Schmetterlingen empfangen. Es sind tausende. Die Schmetterlinge, die nämlich normalerweise in Kanada leben kommen, wenn es dort im Winter kalt wird, nach Michoacán geflogen.

Wir sind also dort zunächst auf einem kleinen Busparkplatz angekommen und es flogen schon ungewöhnlich viele Schmetterlinge durch die Luft, doch je weiter man den Hügel hinaufstieg umso mehr wurden es….ich hatte zwischenzeitlich Angst welche tot zu treten oder umgeflogen zu werden :D

Abends sind wir dann in MORELIA in unserem ersten Hotel angekommen und haben zunächst von der Stadt noch nichts gesehen. Am nächsten tag dann ging es aber los und wir hatten eine sehr lange Stadtführung. Morelia hat ein wirklich schönes Stadtzentrum und wir haben uns dort auch die wichtigsten Gebäude angeschaut: Catedral de Morelia, Acueducto, Colegio San Nicolás und den Palacio Clavijero. Sie haben alle einen sehr schönen Baustil mit vielen Rundbögen. Am Abend war in der Stadt ein Musikfestival und wir haben uns die Parade angeschaut, die aber enttäuschend klein war, das Feuerwerk jedoch war super.

Danach ging es nach GUADALAJARA und ich dachte, dass das wahrscheinlich meine Lieblingsstadt wird. Das tolle an Guadalajara ist, dass es sehr groß ist und trotzdem soetwas wie eine Innenstadt mit historischem Kern hat. Mir ist nämlich aufgefallen, dass es hier in Mexiko nicht sehr viele Städte mit Fußgängerzonen oder Marktpätzen im Zentrum gibt. In Guadalajara haben wir uns auch wieder sehr viele schöne Gebäude angeschaut, wie unter anderem die Katedrale. Später am Abend haben dann noch Mariachi für uns gesungen. Mariachi sind die typischen guadalajarischen Sänger mit Trachten, Sombreros, Schnurrbärten, kleinen Gitarren und Trompeten, die normalerweise auf Festen wie Hochzeiten oder in Restaurants singen.

Am nächsten Tag ging es dann nach TEQUILA, wo wir uns natürlich eine Tequilafabrik angeschaut haben :)

Das war wirklich interessant und ich weiß jetzt bestens bescheid :D

Wir haben uns die Fabrik des Herradura-Tequilas angeschaut, ich weiß nicht ob man den auch in Deutschland kaufen kann, hier ist er aber sehr berühmt und gehört zu den Besten. Okay ich erklär die Tequila Herstellung jetzt einmal im Schnelldurchlauf: Tequila wird aus der Kaktuspflanze Agave gewonnen, sie sieht ein bisschen so aus wie Aloe Vera. Um den Tequila herzustellen müssen die Planze ersteinmal sehr groß werden. Unter den Blättern befindet sich etwas was hier „Piña„, also Ananas genannt wird, die Knolle schaut auch ein bisschen so aus.

Diese Knolle wird dann getrocknet, geröstet und es wird ein süßer Saft aus ihr gewonnen, dass schmeckt ein bisschen so wie der Saft aus Zuckerrohr. Dieser Saft wird dann zum Gären eingelagert…….und nach einiger Zeit tatatata ist der Tequila fertig.

Meine Lieblingsstadt wurde dann aber doch schießlich GUANAJUATO. Diese kleine Stadt sieht einfach süß aus. Sie hat viele kleine Gassen, zu den bekanntesten gehört wohl der Callejon del Beso. Diese Gasse ist nämlich so eng dass sich ein Liebespaar von ihren Balkönen aus küssen konnte. Der Vater des Mädchens wollte jedoch nicht, dass sie den Mann heiratete, da dieser arm war, worauf hin das Mädchen von ihrem Vater umgebracht wurde.

Abends sind wir dann alle in ein Antro- eine Bardisko- gegangen. Hier in Mexiko gibt es nämlich leider meist keine wirklichen Tanzflächen. Es war aber wirklich lustig mit den ganzen Austauschschülern zusammen und seltsamerweise, obwohl Dienstag war, waren auch noch viele andere Leute im Antro. Und die Rotarier haben uns auch was zum Trinken ausgegeben :D

Am nächsten Tag haben wir uns die Momias de Guanajuato- Mumien- angeguckt. Diese Mumien sind Leichen aus Guanajuato aus dem Jahre 1833. Sie wurden alle natürlich mumifiziert, was an der Erde dort liegt. Und sie sehen wirklich ziemlich schrecklich aus……..wie Zombies aus Gruselfilmen. Sie tragen nämlich noch Kleidungsfetzen und haben zum Teil auch noch Haare. Ihre Haut jedoch ist eingefallen und ihre Augenhöhlen und Münder sind weit aufgerissen.

Unserer nächster Punkt war dann SAN MIGUEL DE ALLENDE, was auch das magische Dorf- el pueblo magico-genannt wird. Dort gibt es eine wirklich sehr schöne Kirche……….und ich habe auf der Reise viele Kirchen gesehen…..

Wir hatten in dem Dorf Freizeit und haben viele Souvenirs gekauft  und dort gegessen, da wir abends weiter nach QUERÈTARO gefahren sind.

Dort haben wir uns das histrorische Stadtzentrum angeschaut und hatten Freizeit zum Shoppen.

Schließlich ging es dann nach MÈXICO, also Mexikostadt. Diese Stadt ist einfach überwältigend riesig. Und man braucht leider ewig um von einem Ort zum anderen zu kommen :(

Am Freitag haben wir dann SIX FLAGS besucht. Wir hatten alle viel Spaß in den Achterbahnen und es war mal erholsam sich nichts histrorisches anzuschauen. Außerdem haben wir Batman getroffen :D

Leider mussten am nächsten Tag schon 14 Leute zurückfahren………da sie sich in der Nacht in einem Zimmer zum Trinken getroffen hatten und leider später der Freund von einem Mädchen betrunken mit seinen Kumpels aufgetaucht ist und Randale vor dem Hotel gemacht hat, bis die Polizei gekommen ist………..zum Glück war ich in dieser Nacht auf einem Zimmer neben einem Rotarier, weswegen wir unseren Raum nicht verlassen hatten ;)

Also sind wir dann mit einer deutlich kleineren Gruppe zum Castillo auf dem Chapultepec gefahren. Das Schloss war wirklich schön und man hatte eine super Aussicht auf die Stadt. Es war aber irgendwie auch erschreckend, weil man so den Smog wirklich sehen konnte.

Später haben wir uns dann im Stadtzentrum die Katedrale, die auf/ neben den Pyramidenruinen erbaut wurde, den Palacio und das Museum de Antropologia, mit Ausstellungsstücken der Maya und Azteken, angeschaut.

Am Sonntagmorgen sind wir dann nach Teotihuacán gefahren und haben dort die Pyramiden gesehen. Ich liebe die Pyramiden, sie sind einfach imposant und wenn man dort hinaufsteigt frage ich mich jedesmal wie sie es geschafft haben, solche Gebäude zu erbauen. Teotihuacán war auch eine Tempelanlage, Teotihuacán bedeutet in nahuatl: Ort, wo die Götter gemacht worden. Ich bin dort auch auf die höchste Pyramide- del sol- gestiegen, die 63.5 meter hoch ist.

Nach den Pyramiden haben wir uns dann noch die Herstellung des Pulque und typische Steine der Region angeschaut. Pulque wird ähnlich hergestellt wie Tequila und war das erste alkoholische Getränk in Mexiko. Die Pulquepflanze wurde von den Ureinwohnern zum ersten Papier, der ersten Seife ( Aloe vera), die Dornen zur ersten Nähnadel in Mexiko verwendet. Pulque hat aber nur so viel Prozent Alkohol wie Bier und schmeckt auch nicht so ganz lecker……..

Danach sind wir dann nach Puebla zurückgefahren, wo wir eine Pozada gefeiert haben. Das ist ein typisches Weihnachtsfest, das eigentlich erst nach dem 16 Dezember gefeiert wird. Man singt bestimmte Lieder und stellt die Suche von Josef und Maria nach einer Herberge nach. Später gibt es dann eine odere mehrere Piñatas,

das sind Figuren die aus Papier und oder Ton gebastelt und verziert werden, und in deren Inneren sich Süßigkeiten befinden. Den Kindern werden dann die Augen verbunden und sie müssen die Piñata mit einem Stock zerschlagen.

Für uns hatten die Rotarier 3 gebastelt, was sehr lustig war, weil die dritte mit Mehl gefüllt war :D

Nach unserem kleinen Weihnachtsfest habe ich dann wieder bei einer Familie übernachtet und bin gestern zurück nach Tehuacán gekommen.

Dezember 1, 2009 at 4:44 pm 2 Kommentare

Día de los Muertos und Halloween

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Día de los Muertos ist ein oder eigentlich genauer gesagt mehrere Feiertage in Mexiko und beduetet Tag der Toten.

Der eigentliche Día de los Muertos ist der 1. November, an diesem Tag, so glaubt man, kommen die erwachsenen Toten auf die Erde zurück. Am 31. Oktober jedoch ist schon der Besuch der toten Kinder und am 2.November ist auch noch Feiertag, an dem niemand arbeiten oder zur Schule gehen muss :)

In der Woche bevor die Verstorbenen vorbeikommen, wird alles für sie vorbereitet. Für jeden Toten wird eine „Ofrenda“ gemacht. Die „Ofrenda“ besteht aus den Lieblingsspeisen, Süßigkeiten ( wie Totenköpfe mit Zuckerguss, die es auch auf Wunsch mit Namen des Verstorbenen gibt), Kerzen, Weihrauch, Dekoration und einem Foto.

Nach dem Fest werden dann die Speisen von den „Lebenden“ aufgegessen.

Diese ganzen Dinge kann man auf dem Markt kaufen. Ich bin dort auch am Mittwoch mit meiner Familie hingegangen. In dieser Woche gibt es spezielle Gerichte: verschiedene Brotsorten ( Pan de Muertos), das mit heißer Schokolade gegessen wird-lecker, viele Tamales ( sie bestehen aus Fleisch und/oder Bohnen mit Soße und mit einer Art Teig aus Mais, der eine konsistenz hat wie grießpudding und sind in Bananen/-oder Maisblätter eingewickelt).

Es gibt auch viele Süßigkeiten: Neben den „süßen Skeletten“, werden viele gezuckerte Früchte gegessen wie Tejocote, Ananass oder Kürbis.

Typisch sind auch die Blumen ( flor de los muertos), die glaube ich auf Deutsch Ringelblumen heißen.

In den Schulen werden auch Ofrendas gemacht. Jede Klasse sucht sich eine berühmte Persöhnlichkeit aus und erstellt zunächst ein Bild, das aus vielen aufgeklebten Samen und anderen Dingen besteht. Später dann wird die eigentliche Ofrenda gebaut, in der das Bild den Platz eines Fotos einnimmt. Wir haben die ganze Woche an unserem Bild von Moctezuma, einem Atztekenfürst, gearbeitet. Am Freitag wurden dann die Ofrendas in der Aula ausgestellt, neben vielen Mexikanern fanden sich auch John Lennon und Albert Einstein!

Für die Schönsten gab es Preise, also Minuten und wenn eine Klasse 360 Minuten hat, darf sie einen Tag verreisen.

Wir haben gewonnen und 150 Minuten bekommen!! :)

 

Nachdem wir am Freitagnachmittag zu unserem Sieg gekürt wurden, bin ich mit zu Fernanda gegangen und wir haben uns für die Halloweenparty fertiggemacht. An Halloween werden hier übrigens Kostüme von Allem getragen und 90% tragen auch wirklich eins, deshalb hat es mich mehr an Karneval erinnert…

Die Party war gut obwohl die Mexikaner leider alle sehr tanzfaul sind =(

Am Samstag war ich dann mit den anderen Austauschschülern auf der Halloweenparty von Pauro. Pauro ist ein ziemlich reiches Mädchen, das ich bis zu der Party noch nicht kannte…

Die Party war so, wie ich mir amerikanische Housepartys vorstelle. Das ganze Haus, was extra für Partys ist war mit Halloweendekoration geschmückt und alle waren zu mindest ein kleines bisschen verkleidet, wie hatten uns Kleider ausgeliehen, die sehr viel Ähnlichkeit mit Dirndl hatten. Die Party war echt gut es gab auch viel zu Essen und zu trinken. Aber ich finde es einfach ekelig, dass die hier Whisky oder Brandy mit Mineralwasser trinken…….bäh…..seltsamerweise gab es auf dieser Party keinen Tequila……

Am Sonntag habe ich einen Ausflug mit meinen Eltern in ein Dorf gemacht, da sie mir zeigen wollten, dass die Leute dort auch Ofrendas auf den Friedhöfen machen. In den Dörfern bleiben die Leute dann auch die ganze Nacht auf dem Friedhof und feiern, trinken und essen.

Leider waren wir jedoch am morgen dort und die ersten ofrendas werden erst am abend aufgebaut.

Deswegen waren wir heute auf dem Friedhof hier in Tehuacán, dort gibt es leider keine Ofrendas, aber die Gräber werden mit Blumen zurechtgemacht. Vor dem Friedhof kann man dann noch Blumen und Essen kaufen und ein Orchester spielt fröhliche Lieder. Der Friedhof ist brechend voll überall laufen Leute mit Blumen unter dem Arm vorbei, die ihren typischen Duft verbreiten. Man sieht den Weihrauchqualm in die Luft steigen, wird gefragt ob man Eis oder sonstige Speisen kaufen möchte. An den Gräbern versammeln sich die Familien und während die Einen die Erde umschichten und die Blumen bereitlegen, spielen die Anderen Gitarre und singen laut und wer alleine kommt, der bringt dann seinen CD-Player mit.

Mich hat die Fröhlichkeit, mit der die Mexikaner dem Tod begegnen sehr beeindruckt. Auch wenn ich einige Dinge zunächst etwas markaber fand, wie die Zuckergusstotenköpfe mit Namen, die später aufgegessen werden…….

Jetzt ist leider „El Día de los Muertos“ endgültig vorbei……..aber es kommt schon das nächste Fest und die Mexikaner beginnen auch schon damit Weihnachtsbäume und Dekoration in ihren Häusern zu verteilen………..

 

November 3, 2009 at 1:06 am 3 Kommentare

Cuetzalan

Gestern bin ich vom Rotexwochenende, das in Cuetzalan stattfand, sehr lustig bekleidet zurückgekommen…zumindest dachten das die anderen Leute, die uns „Intercambios“ in der Busstation gesehen haben….es ist ja auch nicht wirklich normal am hellichten Tage mit Schlafanzugshose herumzulaufen…….

Ich fange aber besser mit dem Freitag an:

Zunächst bin ich natürlich zur Schule gegangen, um danach schnell meine Tasche zu packen und dann ging es los zur Busstation, diesmal noch in Jeans. Im Bus habe ich dann die anderen Austuaschschüler aus Tehuacán getroffen und wir haben erstmal alle mittagegessen. Nach 2 Stunden Fahrt waren wir dann in Puebla, dort haben wir wieder in einem Haus von einem Rotexer geschlafen. Abends sind wir zu einer Party in einem Haus von einem Rotarier gegangen, die war glaube ich von seinen Töchtern. Es war aber sehr langweilig….und kalt :(

Am Samstag sind wir dann um 7 uhr morgens nach Cuetzalan losgefahren….und leider je dichter wir dem Ort kamen um so kälter wurde es und der Nebel immer dichter. Dort hat es dann in Strömen geschüttet und das die GANZE Zeit.

Nun ja wir waren alle nicht so wirklich darauf vorbereitet und haben gedacht was solls und uns auf den Weg zu den Wasserfällen gemacht. Der „Weg“ war jedoch ein schlammiger Pfad der durch den dichten Wald führte….dort gibt es Planzen mit Blättern, die größer sind als ich….obwohl wir immer wieder etwas hinaufsteigen und dann aufpassen mussten, dass wir beim Abstieg nicht wegrutschten, über riesige Wurzeln gestolpert und von seltsamen Truthähnen, die Straßen von einem kleinen Dorf zu bewachen schienen, überfallen worden sind, fand ich es einfach super lustig.

Irgendwann konnte man das Wasserrauschen dann schon hören und wir hatten endlich den Wasserfall erreicht.

Es ist so ein tolles Gefühl im Wasserfall zu schwimmen! Ich habe es einfach genossen und die Landschaft auf mich wirken lassen…..aber das Wasser war arschkalt!

Nach unserem Ausflug sind wir dann ins Hotel gekommen…und der erste Eindruck war gut große Zimmer mit Fernseher……….da wussten wir ja auch noch nicht, dass das Wasser in der Dusche nicht warm werden würde, dass die Klospülung auch nur funktioniert wenn sie möchte und dass wir die Nacht öfters Stromausfall haben würden.

Ich muss jetzt bemerken, dass nachdem Wasserfallausflug der erste Teil meiner Sachen einfach klitschnass war.

Abends sind wir dann durch den strömenden Regen ins Dorf gelaufen um etwas zu Essen……da wurden dann die nächsten Sachen nass.

Wir hatten uns danach auf eine heiße Dusche gefreut……..daraus wurde aber nix……brrr war das Wasser kalt…und da es in Mexiko generell keine Heizungen gibt haben wir uns dann durch die Nacht gefroren.

Am nächsten Tag waren wir morgens auf dem Markt und obwohl es ziemlich kalt war trugen die meisten nur T-shirt, kurze Hose und Flip Flops…die waren nämlich noch trocken.

Naja als wir dann zurückgefahren sind blieb vielen als einzige lange trockene Hose nur noch der Schlafanzug……ich habe auch meine Schlafanzugshose über meine kurze Hose drübergezogen……meine Mamá war deshalb auch ein wenig geschockt/verwirrt als ich so und halb erfroren vor ihr stand……

Oktober 20, 2009 at 2:52 am 2 Kommentare

Oaxaca

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Am Wochenende war ich mit meiner Familie ( Mamá und Papá, Vero, Victor und Almudena und Maria und Alejandro) in Oaxaca.

Wir sind freitags morgens um 11 losgefahren und haben ungefähr drei stunden gebraucht bis wir angekommen waren. Die Strecke führt über einen hohen Berg und als wir an der Spitze angekommen waren, waren wir über einigen Wolken, leider hatte meine Kamera in dem Moment keine Batterien….die Aussicht war aber klasse!

Oaxaca ist eine schöne Stadt mit alten ‘Häusern und sehr bunter, sehr schöner Kunst. Man kann überall Holzfiguren ( meist Tiere), die mit bunten Mustern angemalt sind, kaufen. Ich habe jetzt auch einen Ameisenbär :)

Ganz toll ist auch die heiße Schokolade, für die Oaxaca berühmt ist. Es gibt 2 Arten, die Schokolade mit Wasser und die mit Milch. Die Schokolade riecht total lecker nach Zimt und Kakao und wird mit einem bestimmten Brot, das man in sie hineintaucht, gegessen. Um die Schokolade zu machen wird ein bestimmter Stab/ Löffel verwendet, mit dem man sie rührt, damit sich das Aroma gut entfaltet und sich ein schöner Schaum bildet. Meine Mamá hat auf dem Markt so einen Stab für meine Mama gekauft, damit sie mir dann auch in Deutschland leckere Schokolade machen kann :D

Am Samstag haben wir den Monte Alban besucht. Das ist ein Hügel, der das religiöse Zentrum der Zapoteken und der Mizteken war. Dort gibt es viele verschiedene Pyramiden und Malereien zu sehen.  Es gibt auch eine Anlage für das mesoamerikanische Ballspiel, das zu Ehren der Götter abgehalten wurde und bei dem man den Ball nur mit den Ellbogen, den Hüften und den Knien berühren durfte.

Die in den Stein gemeißelten Figuren wurden von den „Ärzten“ gemacht und zeigen meist schwangere Frauen mit Babys oder Epileptiker.

Diese Malereien und die Pyramiden sind sehr beeindruckend, da einem durch sie deutlich wird wie anders diese Kultur war. Die Menschen der Figuren haben mich oft mehr an Tiere als an Menschen erinnert. Die Führung, die wir gemacht haben war aber wirklich interessant, auch wenn ich nicht alles verstanden habe. Auf dem Monte Alban gibt es auch einige Pflanzen, die für die Zapoteken wichtig für ihre Zeremonien waren, sie haben die Früchte für bestimmte Aromen verwendet. Daher konnte ich nicht nur die Imposantheit der Pyramiden sehen und den kalten Stein fühlen, sondern auch die Zeremonien riechen und den Schall zwischen den  Bauwerken lauschen. Die yramiden sind nämlich so angebracht, dass man überall jedes wort klar und deutlich verstehen kann. Es gibt auch eine Sonnenuhr mit der die Zeit berechnet wurde.

Später sind wir dann noch auf eine Pyramide hinaufgestiegen und haben die Aussicht über die ganze Anlage genossen.

Wir habe auch eine Katedrale besucht, die mit sehr viel Gold geschmückt ist.

Vor der Kirche war eine Prozession und die Oaxacanerinnen haben typische Trachte getragen und Süßigkeiten verteilt.

Oktober 14, 2009 at 2:49 am Hinterlasse einen Kommentar

Tepoztlán

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Am Donnerstag habe ich eine Reise mit meiner Schule gemacht.

Wir sind mit der Prepa, d.h. meiner Stufe, der Stufe unter mir und der Stufe über mir, losgezogen.

Um 6.30 morgens ging es los und wir haben uns alle auf dem großen Parkplatz vor dem Einkaufszentrum getroffen.

Dann wurden unser Gepäck von den Lehrern nach Alkohol, Zigaretten… durchgesucht…sie haben natürlich nichts gefunden ;)

Mit dem Bus sind wir dann zunächst nach Puebla gefahren.  Ich bin jetzt bestimmt schon mehr als 6mal die Strecke dorthin gefahren, aber ich liebe sie einfach. Es ist so schön die Landschaft zu sehen, da sich die Straße zwischen den mit Kakteen bewachsenden Hügeln herschlängelt, die je dichter man an Puebla herankommt immer grüner werden.  Später von Puebla aus Richtung Oaxtepec/ Tepoztlán kann man sehr gut die Vulkane betrachten. Mich verwundert es immer wieder wie schnell sich das Klima hier wandelt. Während es hier in Tehuacán meist trocken und sonnig ist, regnet es in Puebla und es weht ein frischer Wind, in Tepotzlán hingegen herrscht feuchte Hitze mit viel Sonne-und das alles innerhalb von 4 Stunden mit dem Auto.

Naja als wir dann in Tepoztlán angekommen waren, mussten wir erstmal in der heißen Sonne darauf warten wie die Zimmer verteilt wurden. In meinem 12er-Zimmer waren wir die Mädchen aus meiner Klasse und einige aus der unter uns ( es sind nämlich nicht alle aus meiner Klasse mitgefahren). Der Raum war sehr klein und wir hatten zwar Betten, in denen jedoch mit schlafsack geschlafen wurde, zumindest hatte unser Bad 3 Duschen.

Danach haben wir uns auf den Weg ins Dorf gemacht, natürlich zu Fuß. Dort hatten wir dann Zeit etwas zu essen und auf dem Markt zu gucken, wo es  ganz tolle Halsketten, Ohrringe, Notizbücher… gab.

Zurück auf dem Campingplatz haben wir Gruppenspiele gespielt und später unser Abendessen gekocht. Meine Klasse hat Quesadillas gemacht…….darin bin ich jetzt Profi. Das war erst ziemlich kompliziert, weil unser Feuer nicht warm werden wollte, nachher haben wir uns aber die Finger verbrannt :D

Später haben wir noch eine Lagerfeuerparty gemacht.

Leider sind wir dann am nächsten morgen schon um 7 losmarschiert, los zum Tepozteco. Das ist ein Berg auf dessen Spitze sich eine Mayapyramide befindet. Um die jedoch zu erreichen sind wir zunächst 45 Minuten zum Fuß des Berges spaziert um uns dann an den 2-3 Kilometer langen Aufstieg zu begeben. Der Weg bestand aus Steinen und steinartigen Stufen und ich fand es einfach nur schrecklich schwül und heiß.

Die Aussicht oben war aber super und auch die Pyramide- meine erste- sah interessant aus. Leider konnten wir sie nicht näher besichtigen, da dies sehr teuer war und die keine Ausnahme für uns arme Schüler machen wollten.

Ich habe aber, wie man sieht, Fotos vor der Pyramide gemacht :)

Oktober 3, 2009 at 8:58 pm Hinterlasse einen Kommentar

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