Archiv für Januar, 2010

Taxco

Das vergangene Wochenende habe ich zusammen mit einigen Austauschschülern und Rotexern in Taxco verbracht. Taxco ist eine kleine, hübsche Stadt, die bekannt für ihr günstiges Silber ist.

Wir „Tehuacaner“ sind, wie immer, am Freitag zunächst nach Puebla gefahren. Dort haben wir dann abends ein Rotarymeeting, bei dem manche von den Austauschschülern und Rebounds ihre Präsentationen gehalten haben, besucht.

Am nächsten Morgen fuhren wir dann los nach Taxco. Nach einem kurzen Halt in Cuernavaca, wo wir weitere Austauschschüler aufgesammelt haben, kamen wir dann nach 2 weiteren stunden Busfahrt in Taxco an.

Dort hatten wir dann Zeit uns den Silbermarkt anzuschauen. Man kann eigentlich in Taxco immer Silber kaufen, aber nur samstags gibt es einen besonderen Markt.

Dort gibt es viel schönen Schmuck,  ich habe mir auch einige Ohrringe gekauft.

Danach sind wir dann in einem Cafe eine Kleinigkeit essen gegangen. In Taxco sind die Straßen sehr schmal, steil und mit Kopfsteinpflaster ausgelegt.

Später sind wir dann mit allen zu einem Haus von einem Rotarier gefahren, mit dem Taxi. In der Stadt sind fast alle Taxis kleine, weiße Käfer. Dort bin ich auch zum ersten Mal mit einem Käfer gefahren J.

In dem Rotarierhaus haben wir eine Kleinigkeit gegessen, Tennis gespielt und im Pool geschwommen. Danach sind wir dann endlich im Hotel angekommen und die Zimmer wurden verteilt. Dann hatten wir noch etwas Freizeit, um uns die Dtadt anzuschauen und etwas zu essen, wir haben uns auch die wirklich schöne Kirche angeschaut. Und später sind wir dann alle in die Disko gegangen.

Am Sonntag hatten wir auch wieder zunächst Freizeit in der Stadt und dann sind wir zu einem 30 Minuten entferntem Ort gefahren und haben uns dort eine riesige Tropfsteinhöhle angeschaut. Die Tropfsteine dort sahen zum Teil aus wie Skulpturen, z.B. wie Hunde, Hexen, alte Menschen, Löwen…

Dann sind wir nach Puebla zurückgekehrt und wir sind weiter nach Tehuacan gefahren. Wir sind hier dann um elf ihr abends angekommen, kaputt aber wir hatten ein super Wochenende!

Januar 29, 2010 at 6:28 nachmittags Hinterlasse einen Kommentar

Mazateco y hongos magicos- Silvester in Huautla

Dieses Silvester war ein seltsames Silvester. Ich habe es mit meiner Familie, einigen Tanten und Onkeln und einigen Cousins im Haus meiner Großmutter in Huautla verbracht. Huautla ist ein kleines Bergdorf und ungefähr 3 Stunden Autofahrt von Tehuacán entfernt. Das Klima dort ist sehr anders, als hier in Tehuacán, es ist kalt ( 4-5 Grad) und es regnet sehr viel. Das Schlimme ist nur, dass es in den Häusern keine Heizungen gibt und die Fenster und Wände sehr dünn sind. In Mexiko wird Neujahr sehr familiar gefeiert. So wurde ich zunächst, als wir dort angekommen sind allen Familienmitgliedern vorgestellt: Mein Vater hat acht Brüder, es waren aber nur fünf von ihnen da.

Wir sind am Silvesternachmittag gegen 17 Uhr in Huautla angekommen. Um den Abend zu erwarten, haben wir Fernsehen geschaut, die Frauen noch das Essen fertiggekocht, ich habe noch etwas geschlafen ( ich hatte eine Tablette eingenommen damit mir auf der Autofahrt nicht schlecht wird, der Weg besteht nämlich aus schrecklichen Kurven, die Tablette erzeugt aber als Nebenwirkung Schläfrigkeit :D ) und meine Tante ist noch schnell zum Markt gegangen um Weintrauben zu kaufen, die sind in Mexiko nämlich ein sehr wichtiger Brauch am Silvesterabend.

Später haben wir dann noch zwei Piñatas zerschlagen, was wirklich lustig war, da sie oftmals verfehlt wurden.

Danach haben wir dann gegessen ( um halb 12). Es gab einen riesigen Truthahn und auch Mengen von barbacoa ( gegrilltem Fleisch).

Um 12 Uhr haben wir dann jeder unsere 12 Weintrauben gegessen, jede Traube steht für einen Neujahrswunsch….mal sehen ob sie sich erfüllen.

Vorher hat meine Cousine noch Samen verteilt, die wir in unsere Hosen- oder Jackentaschen gesteckt haben, sie sollen uns dabei helfen im nächsten Jahr keinen Hunger leiden zu müssen.

Danach sind wir alle mit gepackten Koffern auf die Straße gelaufen, bis zur nächsten Straßenecke. Dieser Brauch soll Reiseglück bescheren und einen an viele Orte der Welt bringen.

Dann bin ich mit meinem Papá und meinem Bruder aufs Dach gegangen und wir haben Silvesterkanaller gezündet. Die Knaller sind hier aber sehr langweilig, es sind nur Böller: so wie Knallerbsen und Böller die fliegen können, aber alle ohne Licht. In Mexiko darf man nämlich an Silvester nur solche Knaller zünden, da von den anderen oftmals das Pulver missbraucht wurde und sie nun nur noch bei öffentlichen Festen verwendet werden.

Später sind wir dann wieder alle in das Haus gegangen und haben Kuchen gegessen, weil der erste Januar nämlich auch der Geburtstag von einer meiner Tanten ist.

In Huautla spricht die Mehrheit der Einwohner kein Spanisch, oder nicht nur, sondern Mazateco. Das ist eine Indianersprache. Mein Vater und seine Geschwister können sie auch sprechen und haben mir einige Worte beigebracht, es ist aber eine schwere Sprache….und der Klang erinnert an das Chinesische. Hier einige Wörter ( die Rechtschreibung ist aber wie man es ausspricht):

Hallo- Dalí

Wie heißt du?- Hoómile?

1-go  2- hau  3- ha  4- nio  5- aun

Wie geht es dir?- Atoguandalí

danke- miinákatabeschili

ich liebe dich- suakelée

Am zweiten Januar bin ich mit meiner Mamá den Cerro ( einen Berg) hochgestiegen. Wir wollten das Haus von Maria Sabina, der Schamanin aufsuchen. Wir haben es dann nach einigen Versuchen auf gefunden…es war etwas schwierig da ich ungefähr fünf Worte und meine Mamá 15 in Mazateco spricht. Wir wurden auch von einer Frau die kein Spanisch spricht zum Kaffee eingeladen, sie hat auf ihr Haus gedeutet und meinte immer wieder Café, Café. Aber wir sind nicht geblieben. Uns wurde dann nämlich auch noch von Spanisch sprechenden Leuten der falsche Weg erklärt, die Leute in den Bergdörfern sind sehr misstrauisch und scheu Fremden gegenüber. Schließlich haben wir das Haus auch noch gefunden, aber die Familie Maria Sabinas war leider nicht da. Meine Mamá wollte mir gerne ihr Haus und eine Pilzzeremonie zeigen. Maria Sabina war eine weltberühmte Schamanin, sie hat religiöse Zeremonien mit “magischen Pilzen” abgehalten und so auch die Rolling Stones und Beatles auf eine “besondere Reise” geführt. Meine Mamá wollte mir gern die Pilze zeigen, aber sie wachsen nur im Juni und Juli.

Wir sind dann aber noch auf den Berg gestiegen, wo auch besondere Zeremonien abgehalten werden.

Dort oben ist alles voller Nebel, da man sich in den Wolken befindet ( das ist wahr, es sieht so toll aus wenn man die Straßen entlang fährt und auf die Wolken herabblicken kann, wie aus einem Flugzeug). Die Bäume sehen aus wie in Gruselfilmen, da an ihnen seltsames Moos klebt.

Die Häuser der Menschen sind sehr einfach und sie auch sehr arm…

María Sabina: http://video.google.com/videoplay?docid=6941643193647552354#

Januar 4, 2010 at 2:30 nachmittags Hinterlasse einen Kommentar


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