3. Bericht

Mai 5, 2010 at 3:55 am Hinterlasse einen Kommentar

3. Bericht

Heute ist schon der vierte Mai, es ist unglaublich wie schnell die Zeit hier vergangen ist. Ich werde schon bald wieder zurück nach Deutschland fliegen, um genau zu sein in 58 Tagen- ein seltsames Gefühl. Ich habe in diesem Land so viel Neues kennengelernt, aber natürlich habe ich auch vieles aus Deutschland vermisst. Aber nun fühle ich mich innerlich gespalten meine neue Heimat so bald verlassen zu müssen. Ich werde Mexiko bestimmt mit einem lachenden Auge, voller Vorfreude auf Deutschland, aber vor allem auch mit einem weinenden Auge verlassen. Dennoch sollte ich nun über meine letzten Erlebnisse berichten:

Im März haben wir erneut die Gastfamilien gewechselt, so ich bin zu meiner ersten Gastfamilie zurückgekehrt. Hier fühle ich mich sehr wohl.

Meine Familie aus Deutschland kam in den Osterferien zu Besuch. Ich habe mich sehr gefreut, dass sie die Möglichkeit hatten Tehuacán, die mexikanische Kultur und meine Gastfamilien und Freunde kennenzulernen. Ich denke, dass es ihnen auch gefallen hat.

Im April bin ich mit meinen Eltern nach Acapulco gefahren, wo wir drei Tage am Strand verbracht haben und uns natürlich auch die Klippenspringer angeschaut haben.

Danach ging es los auf meine zweite große Reise die „Ruta Maya“. An dieser Tour haben 55 Austauschschüler, sechs Rotarier und vier Rotexer teilgenommen. Wir sind 15 Tage gereist von Puebla bis nach Playa del Carmen:

Unser erstes Reiseziel war Tuxtla, von dort ging es weiter zum „ Cañon del Sumidero“. Das ist ein sehr großes Tal mit hochen, steilen Seitenwänden, durch welches ein Fluss fließt. Wir sind es mit einem kleinen Boot entlanggefahren und haben dort unter anderem Krokodile beobachtet.

Unser nächster Halt fand in „ San Cristobal de las Casas“ statt. In dieser kleinen Stadt mit vielen bunten Häusern sind vor allem die weiße Kirche und der Markt sehenswert, auf dem man viele typische und künstlerisch gefertigte Waren kaufen kann.

Weiter führte uns die Reise dann zu verschiedenen Wasserfällen: die Wasserfälle von „ Agua Azul“ und „ Misol-Ha“. In den erst genannten konnten wir auch schwimmen,  der zweite ist mehr als 30 Meter hoch.

Am Abend kamen wir dann in Palenque an. Dort haben wir uns am nächsten Tag die Pyramiden, die im Dschungel versteckt zu sein scheinen angeschaut. Sie sind sehr beindruckensvoll und scheinen etwas Endloses zu haben, genauso wie die drückende Hitze, die dort herrscht.

Der nächste Punkt unserer Reise war Campeche, eine Stadt mit angenehmer Atmosphäre und schon in der Nähe des Meeres.

Danach besuchten wir die nächsten Pyramiden in Uxmal. Diese wurden, wie auch die Gebäude von Palenque, von den Maya erbaut und haben eine eindrucksvolle Höhe.

Am Meer haben wir einen kleinen Zwischenhalt gemacht, um Flamingos zu beobachten.

Und dann ging es weiter nach Mérida, auch die weiße Stadt genannt. Dort besuchten wir den Zócalo ( Marktpaltz), das Rathaus, die doppeltürmige Katedrale und die breite Prachtstraße „Paseo Montejo“.

Nach einem zweitägigem Aufenthalt führte uns die „Ruta“ nun weiter nach Chichen-Itza. Einer weiteren Ruinenstätte der Maya. Dort findet man neben Pyramiden auch einen Ballspielplatz, für das typische Ballspiel der Maya ( juego de pelota). Bei diesem Spiel müssen die Spieler den Ball durch einen Steinring bringen, jedoch darf dieser nur durch Hüfte und Schultern berührt werden.

Und dann waren wir plötzlich schon in Cancun. Der Strand dort ist atemberaubend, kristallklares Wasser und feiner, weißer Sand. Perfekt um dort zwei Tage in der Sonne zu verbringen und abends das Nachtleben der Stadt zu erkunden. Aber so schön dieser Ort ist, so wenig habe ich mich in Mexiko gefühlt. Überall wurde man auf Englisch angesprochen und die Hauptwährung ist dort der Dollar.

Ähnlich ist es in Playa del Carmen, wo wir auch zwei Tage am Meer verbracht haben.

Zwischen den beiden Touristenpolen findet man den Park Xcaret. Dort konnten wir in einer mit Wasser gefüllten Höhle schnorcheln, Flamingos, Schildkröten, Krokodile und Jaguare beobachten. Außerdem besichtigen wir eine kleine Mayasiedlung und sahen in einer Show eine Nachbildung des Ballspieles.

Nach unserem Aufenthalt in Playa del Carmen begann leider schon der Rückweg:

Wir haben noch einen Halt in Tulum gemacht. Diese Mayafundstätte liegt im Gegensatz zu allen anderen direkt am Meer. Dies war bestimmt auch mit ein Grund, warum mir die Pyramiden von Tulum mit am Besten gefallen. Sie sind zwar nicht so riesig aber sie wirken, als würden sie auf etwas warten, mit dem starren Blick auf das offene Meer. Leider gibt es in Tulum auch sehr viele Turisten und es ist unglaublich heiß.

Danach haben wir nur noch eine Nacht in Escarcega verbracht und sind dann zurück nach Puebla gefahren.

Die Ruta Maya war ein tolles Erlebnis. Auf dieser Reise hatten wir Austauschschüler unglaublich viel Spaß, haben unsere Zeit am Strand genossen und dennoch die Möglichkeit viel über die mexikanische Geschichte und Kultur zu lernen.

Insgesamt bin ich hier in Mexiko sehr glücklich und ich werde jeden Moment des Austauschjahres, der mir noch bleibt, genießen und ausnutzen, um noch mehr über dieses wundervolle Land zu lernen.

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Ciudad de Mexico

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